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Warum Pharmaprojekte sich häufig verzögern-und wie externe Experten dieses Problem lösen können

Georg Capo – di – Stazione

  1. Warum Pharmaprojekte sich häufig verzögern- und wie externe Experten dieses Problem lösen können

Obwohl Pharmafirmen stark in Strategie, Planung und regulatorische Compliance investieren, gibt es immer wieder hartnäckige Umsetzungsprobleme, speziell in diesen Bereichen:

  1. Technologietransfer
  2. Validierung
  3. Herstellung

Hier einige Kundenprobleme aus unserer Praxis der letzten zwölf Monate:

Falls Ihnen diese Probleme bekannt vorkommen:
Sie sind nicht allein. Diese Probleme treten häufig auf und sind keinw strategischejn Probleme, sondern Umsetzungsprobleme.

  1. Pharmaprojekte scheitern, nicht weil sie zu komplex sind

Sie scheitern, weil die Umsetzung unter Druck zusammenbricht. Als sofortige Folgen treten dann ein:

Ein verspätetes Pharmaprojekt ist nicht einfach nur ein Projekt, das einige Tage oder Wochen länger dauert. Die Verspätung ist nicht neutral. Das Risiko erhöht sich nicht linear über die Zeit. Das heißt, eine Verspätung von 10–20 % bedeutet eine Risikoerhöhung von weit mehr als 10–20 % für die GMP-Compliance und für die Umsätze.

Die wirklichen Gründe für die Verspätung von Pharmaprojekten

Um die Umsetzung von Pharmaprojekten zu verbessern, ist es entscheidend zu verstehen,
woher diese Verspätungen eigentlich kommen. In den meisten Fällen, die wir in unserer Praxis sehen,
liegen die Wurzeln der Probleme nicht im technischen Teil, sondern in der operationellen Umsetzung.

Das geschieht, obwohl im Vorfeld von Projekten hauptsächlich über die technische Umsetzung inklusive der zu verwendenden Planungssoftware diskutiert wird. Die wirklichen Gründe sind jedoch andere.

  1. Überlastung der Teams in MSAT und QA

Wir sehen sehr oft, dass die Teams in MSAT und QA überlastet sind. Im GMP-Umfeld, in dem Pharmafirmen operieren, haben viele Projekte einen technischen oder regulatorischen Hintergrund. Daher müssen diese beiden Abteilungen sie bearbeiten.

Diese Teams sind unter anderem verantwortlich für:

Zusätzlich zu ihren Standardaufgaben sind sie aber noch in hoch priorisierte Projekte eingebunden.

Als Resultat ergibt sich dann:

Reaktive Entscheidungsfindung, das heißt, Entscheidungen fallen erst nach Überschreiten der Deadline und nicht so früh wie möglich. Probleme werden verspätet behandelt und dadurch auch verspätet gelöst.

Das ist zwar sichtbar, lässt sich aber nicht abstellen.

  1. Fehlende Abstimmung zwischen MSAT, QA und Herstellung

Viele Verzögerungen bei der Pharmaherstellung und deren Projekten wurzeln in einer fehlenden oder nicht durchgeführten Abstimmung zwischen den verschiedenen Funktionen. Sehr selten geht es wirklich um wissenschaftliche oder technische Herausforderungen.

Typische Problemmuster sind zum Beispiel:

Das führt zu diesen Symptomen:

Die meisten Verspätungen in der Pharmaindustrie entstehen nicht durch technische Fehler oder Mängel. Es handelt sich in Wirklichkeit um Koordinierungsprobleme zwischen wichtigen Abteilungen und Funktionen.

  1. Fehlende Kontrolle über Lohnhersteller und „Third Party Operations“

Das Auslagern der Herstellung oder des Technologietransfers zu einem Lohnhersteller (CDMO) erfolgt normalerweise zur Senkung der Produktionskosten. Oft übersehen Firmen, dass die Komplexität der Koordination dadurch steigt.

Warum ist das so?


Produktion auslagern bedeutet nicht, Verantwortung auszulagern. Häufige Probleme in der Zusammenarbeit mit Lohnherstellern sind zum Beispiel:

Ohne ein starkes Management und eine gute Koordination der „Third Parties“ verlieren Pharmafirmen leicht die Kontrolle über die Herstellung und Freigabe beim Lohnhersteller. Das ist kritisch, da der Kunde weiterhin die Produktverantwortung trägt.

  1. Validierung und Engpässe in der Dokumentation

Verzögerte Validierungen sind oft ein signifikanter Grund für die Verzögerung von Transferprojekten. Oft sehen wir die Ursachen in diesen Bereichen:

Der gesamte GMP-Zeitplan gerät in Verzug und muss verschoben werden (zum Beispiel der Einreichungszeitpunkt für Dossieränderungen).

In vielen Fällen verläuft die Validierung nicht wegen hoher Komplexität oder technischer Schwierigkeiten so langsam, sondern weil die Abstimmung zwischen den Abteilungen nur schlecht funktioniert oder zu spät erfolgt. Ein häufiges Phänomen sind extrem lange Review-Zyklen bei Validierungsdokumenten, die sich manchmal über Monate ziehen.

  1. Ineffiziente Berater

Wenn Projekte aus dem Ruder laufen, beauftragen Organisationen externe Berater. Mit der klassischen Beratung holen sie sich aber oft zusätzliche Probleme ins Haus:

  1. Die versteckten Kosten verspäteter Pharmaprojekte

Verspätete Pharmaprojekte gelten oft als reines Planungsproblem, das durch eine Änderung im Zeitplan leicht behebbar ist. In Wirklichkeit haben sie aber weitreichende operationelle und strategische Konsequenzen und finanzielle Auswirkungen:

  1. Ein verspäteter Produkt-Launch verursacht nicht nur hohe Folgekosten, sondern führt auch zu fehlenden, bereits geplanten Umsätzen.
  1. Die operationellen Kosten erhöhen sich, da während der Verspätung zwei parallele Strukturen betrieben werden.
  1. Bereits verplante Ressourcen erfordern eine Umschichtung, was zu höheren Kosten
und Verspätungen in anderen Projekten führt.
  1. Regulatorische Risiken:
Ungeplante Abweichungen müssen behoben und als solche abgearbeitet werden. 
Das schafft mögliche Angriffspunkte in zukünftigen Inspektionen und erhöht damit das GMP-Risiko.

Abweichungen erfordern eine aufwendige Dokumentation und Abstimmung; das sind oft Angriffspunkte bei Inspektionen und Audits. Jede ungeplante Aktivität, die dokumentiert und verbessert werden muss, erhöht das Risiko von Auditproblemen.

Organisationelle Auswirkungen

  1. Warum die traditionellen Lösungs
    ansätze 
bei Pharma
    projekten nicht funktionieren

Wenn Pharmaprojekte in ihrer Umsetzung zurückfallen, setzen Organisationen üblicherweise diese Gegenmaßnahmen ein:

Diese Ansätze funktionieren meistens nicht, weil sie die Wurzel des Problems nicht lösen:

Das Problem ist nicht der Mitteleinsatz – es ist die Umsetzung.

  1. Wie externe Experten Ver
    spätungen 
von Pharma
    projekten schnell beheben

  1. Wie externe Experten Verspätungen 
von Pharmaprojekten schnell beheben

Hochwirksame, externe Experten arbeiten nicht als Berater. Sie operieren als eingebundene Entscheidungsebene innerhalb von Pharmaprojekten.

Schnelle Identifikation von Engpässen

Erfahrene Pharma-Consultants identifizieren sehr schnell:
wo die Umsetzung blockiert ist
wo unklare Entscheidungen getroffen werden

wo sich Risiken anhäufen

Durch ihre Erfahrung brauchen sie dazu nur Tage und nicht Monate.

Praktische Erfahrung in der Transfer-Umsetzung. Im Gegensatz zu traditionellen Beratungsfirmen wirken externe Experten anders:

  1. Sie treiben Umsetzungen proaktiv voran.
  2. Sie übernehmen die Verantwortung für die wichtigsten Schlüsselprozesse.
  3. Sie unterstützen Abteilungen mit Ressourcenproblemen wie MSAT, QA und Herstellung direkt.
  4. Das reduziert den Druck auf interne Teams und beschleunigt Prozesse sofort.

Abstimmung zwischen verschiedenen Abteilungen und Funktionen

Wirksame externe Experten überbrücken unterschiedliche Ansichten in Abteilungen wie:

Das gelingt ihnen, weil sie selbst in diesen Funktionen und Abteilungen operativ tätig waren. Diese Abstimmung reduziert Ausschuss sowie Wiederholungen von Abläufen und sichert eine einheitliche Entscheidungsfindung.

Kontrolle über CMOs und „Third Party Management“

Unabhängige Consultants mit Erfahrung liefern folgende Vorteile:

Das wandelt Outsourcing-Projekte von einem reaktiven Projektmanagement
in ein aktiv geführtes Projekt.

GMP-Compliance von Anfang an einbauen

Anstatt Compliance erst spät zu diskutieren, handeln externe Experten so:

Was macht externe Experten in Pharmaprojekten wirksam? Bei weitem nicht alle Berater liefern Resultate. Der Unterschied liegt in der Umsetzungsfähigkeit. Die wichtigsten Merkmale von hochwirksamen Umsetzungsspezialisten:

Der Wert liegt nicht in zusätzlicher Kapazität. Er entsteht durch die Wiederherstellung der klaren Umsetzung.

Wann sollten Pharmafirmen externe Unterstützung holen? Der Zeitpunkt ist entscheidend. Viele Organisationen warten, bis Projekte eine fast unrettbare Schieflage haben, bevor sie handeln

Beachten Sie diese Warnsignale:

Wenn Sie mehrere dieser Warnsignale beobachten, ist es höchste Zeit zu handeln.

Wenn Ihre derzeitigen Projekte diese Muster zeigen, haben Sie bereits Verzögerungen und riskieren weitere. In den meisten Fällen lassen sich diese Probleme korrigieren, aber nur, wenn man Umsetzungsengpässe schnell findet und direkt behebt.

Der Vorteil des schnellen Handelns

Eine verspätete Intervention führt hingegen zu:
Erhöhten Kosten

Zusätzlichen Angriffspunkten bei Inspektionen und Audits
Einer wesentlich komplizierteren Wiederherstellung

Die Umsetzung bestimmt den Erfolg.

Vielen Pharmafirmen fehlt nicht die Expertise.
Ihnen fehlt die Umsetzungsfähigkeit unter Druck.

Projekte sind erfolgreich, wenn:

erfahrene Umsetzungsexperten, die innerhalb des Prozesses arbeiten und nicht außerhalb.

Stabilisieren Sie verspätete Pharmaprojekte, bevor sie zu Compliance-Risiken werden

Die meisten verspäteten Pharmaprojekte lassen sich wenden.
Allerdings nicht innerhalb der Struktur, die diese Verspätungen verursacht hat.

Ein umsetzungsfokussierter externer Ansatz kann:

Dr Georg Astl

Dr Georg Astl ist der Gründer von Eoswiss Pharma. Er ist Autor zahlreicher Fachartikel und Vortragender auf Fachveranstaltungen.